Dein Austausch- (halb)jahr

Eine Erfahrung fürs Leben


Mit YFU kannst du ein Austauschjahr in einem von 40 Ländern oder ein Austauschhalbjahr in einem von über 30 Ländern auf der ganzen Welt verbringen. Ein ganzes bzw. halbes Jahr lang besuchst du dort die Schule und lebst in einer Gastfamilie, die dich wie ein neues Familienmitglied bei sich aufnimmt. So lernst du das Leben in einem anderen Land ganz persönlich kennen. Dabei erlebst du viele Abenteuer, lernst eine neue Sprache, schließt viele internationale Freundschaften und gewinnst ein zweites Zuhause in der Welt. 

 

Natürlich ist es auch eine große Herausforderung, sich für eine so lange Zeit auf eine völlig neue Umgebung fern vom eigenen Zuhause einzulassen. Da ist es ganz normal, dass es neben all den schönen Erfahrungen auch mal Tiefen geben kann. Aber keine Sorge: Du bist nicht allein! Die erfahrenen Mitarbeiter von YFU bereiten dich umfassend auf dein Austauschjahr bzw. -halbjahr vor und sind auch währenddessen immer für dich da. Auch für deine Eltern haben wir umfangreiche Informationen zusammengestellt.

 

Lass dich ein auf die Reise deines Lebens!

Deine Gastfamilie

Ein zweites Zuhause in der Welt


Während deines Austauschs lebst du in einer der zahlreichen YFU-Gastfamilien in aller Welt. Die Gastfamilie öffnet dir ihr Zuhause aus echtem Interesse an einer anderen Kultur und integriert dich wie ein neues Familienmitglied in ihren Alltag.

 

Alle unsere Gastfamilien werden persönlich von YFU-Mitarbeitern ausgewählt. Die „Standard"-Gastfamilie gibt es dabei nicht: Unsere Gastfamilien bestehen manchmal aus Paaren mit vielen und manchmal mit gar keinen Kindern, sind alleinstehend oder alleinerziehend, leben in gleichgeschlechtlichen Beziehungen usw. Manche Gastfamilien entscheiden sich, zwei Austauschschüler gleichzeitig aufzunehmen (Voraussetzung dafür ist, dass die Schüler unterschiedliche Muttersprachen haben), manche leben in der Stadt, andere auf dem Land. Kurzum: Unsere Gastfamilien sind so unterschiedlich wie unsere Austauschschüler auch. Weil jede Familie ihre eigenen Traditionen und Lebensweise mit den Austauschschülern teilt, ist auch jede Austauscherfahrung individuell und einzigartig.

 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die uns eine Familie im Gastland nennen, die sie oder ihn aufnehmen möchte, erhalten einen Rabatt von 500 Euro auf den Programmpreis. Voraussetzung ist, dass die Schülerin oder der Schüler mit keinem Mitglied dieser Familie verwandt ist und dass unsere Partnerorganisation die Familie als geeignet einschätzt. Zudem muss einer unserer Betreuer in der Nähe leben und ein Schulplatz in der Region verfügbar sein.

Wie sucht YFU meine Gastfamilie aus?

Besonders wichtig ist, dass du menschlich gut zu deiner Gastfamilie passt. Deshalb fragen wir sowohl dich als auch die Gastfamilien nach Wünschen und Interessen, die wir bei der Zuordnung so weit wie möglich beachten. Dafür füllst du einige Unterlagen aus, in denen du dich einer potenziellen Gastfamilie vorstellst. Diese Unterlagen nutzt unsere Partnerorganisation im Ausland dann, um nach einer Gastfamilie für dich zu suchen. Eine bestimmte Familien-Zusammensetzung kann man sich vorab nicht wünschen.

Kann ich mir eine Region aussuchen?

Wie gut ein Austauschjahr oder -halbjahr wird, hängt nicht von der Region ab, in der du leben wirst. Viel wichtiger ist die herzliche Aufnahme in einer Familie, die zu dir passt. Wo sich diese Familie finden wird, können wir nicht beeinflussen. Deshalb kannst du bei deiner Bewerbung keine Wunschregion angeben. Lass dich einfach überraschen und sei offen – denn das erwarten wir von unseren Austauschschülern!

Was passiert bei Problemen mit der Gastfamilie?

Wenn es mit deiner Gastfamilie Schwierigkeiten gibt, steht YFU dir selbstverständlich zur Seite. Jeder Austauschschüler hat einen persönlichen ehrenamtlichen YFU-Betreuer, der in seiner Nähe lebt und erster Ansprechpartner für alle Fragen und Probleme ist. In vielen Fällen hilft ein klärendes Gespräch gemeinsam mit Betreuer und Gastfamilie, um einen Konflikt aus dem Weg zu räumen. Falls sich die Schwierigkeiten trotzdem nicht lösen lassen, kann YFU dich in einer anderen Familie unterbringen.

Schule

Deine Schule im Gastland


Zum Austausch gehört auch der Besuch einer Schule im Gastland. In den meisten Fällen besuchen unsere Austauschschüler öffentliche Schulen. Du nimmst am normalen Unterricht teil und solltest sobald wie möglich auch Klassenarbeiten und Tests mitschreiben. Je nach Gastland kannst du auch ungewöhnliche Schulfächer wählen und nachmittags an Schulclubs teilnehmen. Das ist auch eine gute Möglichkeit, neue Freunde zu finden.

 

Mehr Infos zum Schulalltag in unseren einzelnen Austauschländern erhältst du auf unseren Länderseiten.

Persönliche Betreuung

YFU ist für dich da

 

Genauso wie zu Hause wird es auch in deinem Austausch Höhen und Tiefen geben. Denn  ein Auslandsaufenthalt bringt immer viele neue Herausforderungen mit sich. Eines der Ziele im YFU-Austauschprogramm ist es, an Herausforderungen zu wachsen. YFU steht dir selbstverständlich bei allen Fragen und Sorgen zur Seite: Jede Austauschschülerin und jeder Austauschschüler hat im Gastland einen persönlichen ehrenamtlichen Betreuer, der in derselben Region wohnt. Dieser Betreuer ist erste Anlaufstelle bei Fragen und möglichen Problemen. Er oder sie kann auch vermitteln, wenn es in deiner Gastfamilie mal nicht so gut laufen sollte. Oftmals hilft schon ein gemeinsames Gespräch, um eine scheinbar festgefahrene Situation wieder zu entspannen. Dein Betreuer ist aber natürlich nicht nur bei Schwierigkeiten für dich ansprechbar, sondern begleitet dich auch darüber hinaus durch das (halbe) Jahr. Je nach persönlichen Möglichkeiten organisieren Betreuer zum Beispiel Freizeitaktivitäten und Treffen für Austauschschüler aus ihrer Region.

 

Weiterhin gibt es in jedem Gastland ein hauptamtlich besetztes YFU-Büro, dessen Mitarbeiter telefonisch erreichbar sind – im Notfall auch rund um die Uhr. So ist sichergestellt, dass du in schwierigen Situationen nicht allein bist. Auch deine Eltern haben in Deutschland Ansprechpartner in der YFU-Geschäftsstelle, die für Notfälle ebenfalls 24 Stunden am Tag erreichbar sind.

Welche typischen Schwierigkeiten kann es im Austausch geben?

Typische Schwierigkeiten sind Heimweh, das immer mal wieder auftreten kann, und der so genannte Kulturschock am Anfang des Austausches. Denn die vielen neuen Eindrücke und ungewohnten Abläufe können erstmal etwas überwältigend sein. Das ist völlig normal – schließlich braucht es etwas Zeit, bis man sich an eine komplett neue Umgebung gewöhnt hat.

 

Manche Probleme entstehen auch durch Missverständnisse, zum Beispiel wegen kultureller Unterschiede oder anfänglicher Sprachschwierigkeiten. Ein offenes Gespräch mit allen Beteiligten und/oder dem Betreuer kann hierbei oft Wunder wirken. Sollte sich aber trotz aller klärender Gespräche herausstellen, dass zum Beispiel die Chemie zwischen dir und deiner Gastfamilie einfach nicht stimmt, kann YFU dich in einer anderen Familie unterbringen.

Was passiert, wenn ich mich überhaupt nicht wohl fühle?

Natürlich wird niemand gezwungen, im Ausland zu bleiben, wenn er es absolut nicht mehr möchte. Eine vorzeitige Abreise sollte aber wirklich nur das letzte aller möglichen Mittel sein und kommt in der Praxis selten vor. Die meisten Probleme lassen sich vor Ort lösen. Oft gibt es selbst für Schwierigkeiten, die im ersten Moment riesig erscheinen mögen, ganz einfache Lösungen. Sprich einfach offen deinen Betreuer an, wenn dir mal etwas auf der Seele brennen sollte!

Begleitseminare

Erfahrungen mit Anderen teilen


Je nach Land finden während des Austausches verschiedene Seminare und Treffen statt. Viele Partnerorganisationen veranstalten gleich am Anfang ein Orientierungsseminar für Austauschschüler. Zusammen mit Jugendlichen aus anderen Ländern lernst du dort zum Beispiel die einheimische Küche kennen und wirst vor großen Fettnäpfchen gewarnt. In einigen Ländern gehört auch ein Sprachkurs zum Einstieg dazu. Erst danach reist du in die Gastfamilie. In anderen Ländern (z.B. den USA) reisen die Schüler direkt zu ihrer Gastfamilie und kommen wenige Wochen später zu einem Orientierungsseminar zusammen.

 

Später im Austausch gibt es in den meisten Ländern einige kürzere Treffen. Dort blickst du gemeinsam mit anderen Austauschschülern auf das bisher Erlebte zurück und erhältst Impulse für die verbleibende Zeit. Kurz vor der Rückreise veranstalten fast alle YFU-Partnerorganisationen so genannte Re-Entry-Seminare. Dort können Austauschschüler miteinander über die bevorstehende Abschiedszeit sprechen, und YFU-Mitarbeiter geben Tipps zum Wiedereinleben im Heimatland.

 

Alle europäischen Jugendlichen, die ihr Austauschjahr mit YFU in Europa verbracht haben, haben vor der Rückkehr in ihre Heimat zusätzlich die Möglichkeit, am fünftägigen Young Europeans' Seminar (YES) teilzunehmen.