Unverhofft kommt oft

Familie Keck mit Misa aus Japan

"Misa aus Japan sucht eine neue Familie", hieß es. Eigentlich hatten wir in diesem Jahr nicht vor, ein Gastkind aufzunehmen. Doch mit diesem Aufruf kam es also anders als geplant: Misa kam Ende November 2018 zu uns.

Sie war sehr fröhlich und hatte ein freundliches, unkompliziertes Wesen. Daher integrierte sie sich recht schnell in die Familie (die momentan nur aus mir und meinem Mann bestand). Unsere eigenen drei Kinder waren alle gerade ausgezogen.

Gemeinsame Aktivitäten 

Misa zeigte an allen Aktivitäten großes Interesse, sie war immer dabei. Sogar beim Versorgen der Bienenstöcke sowie beim Ernten des Honigs half sie begeistert mit.

Auch in der Schule fand sie durch ihre neugierige, fröhliche Art recht schnell Anschluss.

Ihr großes Hobby war das Fußballspielen. Das hatte sie bereits in Japan seit einigen Jahren getan. Auch hier gelang es, dass Misa in verschiedenen Mannschaften mittrainieren durfte! Zu Hause, am heimischen Tischkicker, forderte sie täglich meinen Mann heraus. Daran hatten beide großen Spaß. Fußball ist ja so gar nicht meine Welt... Jedoch hat mich Misas Begeisterung derart angesteckt, dass ich zusammen mit Misa und meinem Mann zum ersten Mal ein Fußballspiel in einem Stadion besuchte: Es war tatsächlich großartig! (Misa erklärte mir geduldig, was da vor sich ging...)

Die Weihnachtszeit - ein Highlight

Natürlich war Weihnachten und die Adventszeit ein großes Highlight: Wir haben zusammen Dekoration gebastelt und Kekse gebacken. Davon haben wir auch welche nach Japan zu ihrer Familie geschickt.

Außerdem kamen zu dem Fest auch alle unsere Kinder, sodass es "echt voll" (gemütlich und lecker) wurde...

Die Zeit verfliegt

Misa wünschte sich, Berlin zu sehen. Den Gefallen haben wir ihr gerne getan und sind ein paar Tage dort hingefahren. Sie war glücklich und begeistert. Das hat natürlich uns wiederum Freude bereitet.

 

Ihr Fleiß hat ihr zu ihrem gewünschten sprachlichen Erfolg verholfen, auch wenn natürlich nicht alles perfekt war... Ab dem Frühjahr konnten wir sogar teils über Umwelt- und Politikthemen diskutieren. Auch daran hatte sie Interesse.

 

In den Osterferien verreisten wir ohne Misa, da das schon lange geplant war. Misa kam zu einer befreundeten Familie in der Zeit. Auch sie hatten eine fröhliche Zeit mit ihr.

Ein schwerer Abschied

Obwohl wir also insgesamt eher wenig Zeit (insbesondere Ferienzeit) mit Misa hatten, fiel es uns beiden sehr schwer, im Juli Abschied zu nehmen. Obwohl wir schon des Öfteren Gastfamilie für ein Jahr waren, waren wir erstaunt, in welch kurzer Zeit ein bis dahin unbekannter Mensch sich so schnell einen festen Platz in unserem Herzen erobern kann!

 

Wir sind noch immer in Kontakt, spätere Besuche in beide Richtungen nicht ausgeschlossen.

 

Misa mit ihren Gasteltern

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