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Ziele und Werte bei YFU

Die Welt mit anderen Augen sehen

Interkulturelle Bildung, Demokratieerziehung und gesellschaftliche Verantwortung


Ein Austauschjahr mit YFU eröffnet Gastfamilien und Jugendlichen die Möglichkeit, eine andere Kultur intensiv zu erfahren und fördert so die interkulturelle Verständigung!

 

Das gemeinsame Alltagsleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft sorgt häufig für Trubel. Aber sobald die ersten Missverständnisse aus dem Weg geräumt sind, lernen alle Beteiligten eine fremde und gleichzeitig auch die eigene Kultur besser kennen.

 

YFU konzentriert sich bewusst auf langfristigen Schüleraustausch. Unsere Teilnehmenden lernen, sich über nationale und kulturelle Grenzen hinweg zu verständigen. In echter Zusammenarbeit und mit Respekt füreinander werden Konflikte gelöst und neue Perspektiven erschlossen.

 

Ein Austauschjahr beinhaltet enorme Lernchancen, wenn alle Beteiligten sich auf Neues und Fremdes offen einlassen – auch dann, wenn die eigenen Erwartungen nicht immer erfüllt werden.

 

Mit Schüleraustausch möchte YFU interkulturelle Verständigung persönlich greifbar machen und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein vermitteln. Wir sind dabei weder parteipolitisch noch religiös gebunden.

 

Unsere Aufgabe sehen wir nicht nur darin, den organisatorischen Teil der Programme zu übernehmen. Vielmehr legen wir besonderen Wert darauf, unsere Jugendlichen und Gastfamilien vor Beginn, während und nach Ende des Austauschjahres aktiv zu unterstützen.

 

Ein Austauschjahr wirkt sich positiv auf die persönliche Entwicklung eines jungen Menschen aus. Dies bestätigen auch verschiedene wissenschaftliche Studien zu Schüleraustausch.

 

Unser Leitbild

Deutsche Fassung des internationalen Leitbilds von YFU:

 

Die Welt ist dein Zuhause.

YFU fördert interkulturelles Verständnis,
lebenslanges Lernen, globale Kompetenzen, 
gegenseitigen Respekt und gesellschaftliche Verantwortung
durch transformativen Bildungsaustausch für Generationen von Jugendlichen, Familien und Schulen, 
unterstützt von engagierten ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden.

 

 

Vision


Generationen mündiger Weltbürger*innen für eine friedlichere und nachhaltigere Welt.

 

 

Werte


Lernen: für das Leben ein Leben lang

YFU weckt Leidenschaft für lebenslanges Lernen.
Wir ermutigen Teilnehmende und Ehemalige ihr Wissen und Können einzusetzen, um ihre eigene Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten, wo auch immer sie sind.

 

Ehrenamtlich: engagiert mit Herz

Ehrenamtliche und Familien engagieren sich aus Überzeugung für YFU. Mit viel Motivation, Erfahrung und Einfühlungsvermögen kümmern wir uns um jeden Menschen in unserer Verantwortung.
Wir glauben, individuelles Lernen und Wachsen gelingt in persönlichen Beziehungen, die auf den Idealen von YFU gründen.

 

Persönlich: dem Menschen zugewandt

Wir achten die Einzigartigkeit unserer Teilnehmenden und begegnen ihnen mit Wohlwollen, Respekt und Würde.
Für uns Ehrenamtliche und Hauptamtliche bei YFU stehen die Teilnehmenden im Mittelpunkt: Aufmerksam, herausfordernd und verständnisvoll bereiten wir sie vor, leiten an und begleiten sie.
Wir respektieren die vielfältigen Motivationen unserer Teilnehmenden.

 

Offen: Vielfalt wertschätzend

Wir würdigen die Verschiedenartigkeit von Individuen und Gruppen.
An dieser Vielfalt – ob natürlich oder kulturell, angeboren oder erlernt, zugeschrieben oder erworben – richten wir unser Handeln aus, um zu einer friedlicheren Welt beizutragen.
Unser Ziel ist es, stetig mehr Teilnehmende einzubeziehen, die diese Vielfalt widerspiegeln.

 

Wertorientiert: kompetent, transparent, nachhaltig

Unsere Austauschprogramme gründen auf hohen Standards an Qualität und Transparenz.
In unseren Richtlinien und unserem Handeln nehmen wir unsere Verantwortung an:
- für das Wohlergehen jedes Individuums bei YFU,
- für die wirtschaftliche Stabilität aller YFU-Partner und
- für ein ökologisch vernünftiges Verhalten.

 

International: gemeinsam erfolgreich

Die einzelnen YFU-Organisationen arbeiten in einem engen Netzwerk interdependenter Partner. Wir verbessern fortlaufend unsere weltweite Kooperation und fördern gegenseitige Unterstützung und Vertrauen.
YFU entwickelt sich beständig als eine Gemeinschaft bildungsorientierter, gemeinnütziger Organisationen.

Die englischsprachige Version des YFU Leitbilds

YFU Mission, Vision & Values

 

 

Our Mission


YFU advances intercultural understanding, life-long learning, global competencies, mutual respect, and social responsibility through transformational educational exchanges for generations of youth, families, and communities, supported by dedicated volunteers and professional staff.

 

 

Our Vision


YFU envisions generations of empowered global citizens for a more peaceful and sustainable world.

 

 

Our Values

 

Our values are shared by all our Member Organizations, and affect how we carry out our exchange programs and operations:

 

Learning: For Life.

YFU seeks to instill passion for life-long learning as a path to
fulfill our mission. We encourage participants and alumni to use their skills and knowledge to thrive and to contribute wherever they are.

 

Volunteering: Engaged and Dedicated.

The volunteer spirit at the core of YFU is embodied in the individuals and families who devote their energy, experience, and empathy to ensure the well-being of every individual in YFU's care. We believe individual learning and development flourishes in authentic relationships motivated solely by the ideals of YFU.

 

Caring: Personal and People-Oriented.

In YFU, we value the unique individual in each and every participant, and we treat everyone with kindness, respect, and dignity. Our volunteers and staff are focused on you: preparing, supporting, listening, giving guidance, challenging, understanding. We appreciate the many diverse motivations inspiring our participants.

 

Valuing Diversity: Inclusive and Fair.

We appreciate differences in people and peoples, natural or cultural, innate or learned, personal or formal, and we act accordingly, to contribute to a more peaceful world. We strive to engage a growing base of participants inclusive of that diversity.

 

Promoting Quality, Transparency, Sustainability.

YFU offers educational exchanges based on the highest standards of quality and transparency. In all policies and practices, YFU recognizes the responsibility to consider:
- the well-being of each individual involved with YFU, 
- the economic stability of all partners in YFU, and 
- the best ecological options.

 

Cooperating in International Solidarity.

YFU national organizations work together as a seamless network of interdependent partners, ever improving worldwide cooperation, mutual support, and trust. YFU continuously develops as a growing community of non-profit educational organizations.

 

YFU bezieht Stellung

YFU steht für Vielfalt, Demokratie und Gleichberechtigung


Positionspapier, September 2018

 

Fremdenfeindliche, nationalistische und rassistische Haltungen verschaffen sich – nicht nur in Deutschland – zunehmend Gehör. Das Maß an Aggression und Hass, das dabei öffentlich zum Ausdruck kommt, war noch vor wenigen Jahren unvorstellbar. Als Verein beziehen wir deshalb Position: gegen Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus und Rassismus; für Vielfalt, Demokratie und Gleichberechtigung.

 

Das Deutsche YFU Komitee e.V. existiert seit 1957. Der Verein hat mehr als 6.000 Mitglieder und 4.000 ehrenamtlich Mitarbeitende. Er organisiert internationale Austauschprogramme und kooperiert mit Partnerorganisationen in mehr als 50 Ländern. Seit der Gründung haben mehr als 60.000 Jugendliche an den Austauschprogrammen teilgenommen. Als eine Organisation der Zivilgesellschaft, deren Tradition in die Gründungsjahre der Bundesrepublik zurückreicht und die sich mit Ihrer Arbeit ausdrücklich gegen den Nationalsozialismus und seine Verbrechen stellt, halten wir es für unsere Pflicht, in dieser Situation Stellung zu beziehen.

 

 

Grundsätze und Werte


In unserer Zusammenarbeit mit anderen stehen wir dafür ein, dass die Grundsätze und Werte akzeptiert werden, die die Basis des Engagements der Mitglieder unseres Vereins und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden. In der aktuellen Situation in Deutschland geht es uns dabei insbesondere um die folgenden Werte und Grundsätze:

 

Lernen aus der Geschichte 

Die Austauschprogramme, aus denen YFU hervorging, sind als Teil der Re-Education-Politik der USA nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Für die Gründergeneration des Vereins war es eine zentrale Motivation, aus der Geschichte zu lernen und einen Beitrag zur demokratischen Entwicklung Deutschlands zu leisten. Die in der Nachkriegszeit entwickelten Ideale und Ziele bilden nach wie vor den Kern des Vereins. Es geht darum, persönlich Verantwortung dafür zu übernehmen, dass sich Grausamkeiten und Verbrechen, die in der Zeit des menschenverachtenden, nationalsozialistischen Regimes begangen wurden, nicht wiederholen. 


Offenheit gegenüber Fremden

Die Förderung interkultureller Verständigung durch internationalen Jugendaustausch setzt Offenheit, Freundlichkeit und Respekt gegenüber Menschen voraus, die andere kulturelle oder soziale Prägungen haben. Fremdenfeindlichkeit und hasserfüllte Äußerungen gegen „Andere“ machen nicht nur internationale Jugendbegegnungen unmöglich, sie schaden auch dem Miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft. Das Kennenlernen und Zusammenleben von Menschen mit unterschied¬lichen kulturellen Hintergründen ist eine Bereicherung, keine Gefahr. 


Kein Raum für Rassismus und Diskriminierung

Jede Herabsetzung oder Verurteilung von Menschen oder Gruppen aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit, sei diese natürlich oder kulturell, angeboren oder erlernt, zugeschrieben oder selbst erworben, ist inakzeptabel. Es ist einer der Grundpfeiler unserer Gesellschaft, dass die Würde aller hier lebenden Menschen unantastbar ist.


Keine Ausgrenzung 

Deutschland und seine Kulturen befinden sich seit Jahrhunderten in einem kontinuierlichen Wandel; allein aus der geografischen Lage in der Mitte Europas ergeben sich unterschiedliche kulturelle Einflüsse. Vorstellungen von kultureller und ethnischer Reinheit, die eine Basis für die Ausgrenzung „der anderen“ bilden, widersprechen dem Grundgedanken des deutschen Grundgesetzes und den Werten des internationalen Austausches. „Wir“ sind alle Menschen, die in Deutschland leben. Eine Eignung als Jugendbotschafterin im Ausland oder Gastfamilie in Deutschland bemisst sich nicht daran, seit wie vielen Generationen man in Deutschland lebt.


Globale Verantwortung

YFU strebt eine friedliche Welt mit verantwortungsbewussten und aktiven Weltbürgerinnen und Weltbürgern an. Dies beinhaltet das Bewusstsein für eine vernetzte Welt, in der auch beim lokalen Handeln stets die weltweiten Wirkungen für die Gemeinschaft aller Menschen mitbedacht werden. 

 


Der gemeinnützige Verein YFU – überparteilich, aber nicht unpolitisch


Es ist eine wesentliche Motivation unserer Mitglieder und Mitarbeitenden, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen. Wir bieten internationale Austauschprogramme nicht aus touristischen Gründen an, sondern weil wir damit Bildungsziele verfolgen, die sowohl auf die Entwicklung individueller Kompetenzen, als auch auf das Engagement für die Gesellschaft gerichtet sind.

Die folgenden Grundsätze beschreiben das Verhältnis des Vereins zur Politik und seine Rolle in der Gesellschaft:

  • YFU ist überparteilich. Der Verein hat Mitglieder, ehrenamtliche Mitarbeitende, Freunde, Förderer, Unterstützerinnen und Unterstützer mit verschiedenen politischen Überzeugungen. Es ist eine wesentliche Stärke und ein unverzichtbares Merkmal der Organisation, dass sich Menschen mit unterschiedlichen politischen Meinungen und auch solche, die sich keinem politischen Lager zugehörig fühlen, auf der Basis gemeinsamer Ziele und in gegenseitigem Respekt engagieren. Es geht um Verständnis und Verständigung – unabhängig von parteipolitischen und weltanschaulichen Orientierungen. Wir legen deshalb Wert auf die Feststellung, dass wir weder „gegen Rechts“ noch „gegen Links“ sind.
  • In einer offenen, demokratischen Gesellschaft werden unterschiedliche und sich widersprechende Meinungen geäußert. Die politische Auseinandersetzung, der Streit um den richtigen Weg für das Land und die Gesellschaft machen die Demokratie aus. Eines der zentralen Bildungsziele, das wir mit der Durchführung unserer Programme verbinden, besteht darin, dass junge Menschen die Kompetenz erwerben, sich am demokratischen Diskurs zu beteiligen und Verantwortung zu übernehmen. Wir suchen deshalb das Gespräch und die Auseinandersetzung mit allen gesellschaftlichen Kräften.
  • Wir sind davon überzeugt, dass unsere Programme eine positive Wirkung auf die teilnehmenden Individuen, ebenso wie auf die Gesellschaft haben. Wir laden deshalb alle Menschen, unabhängig von ihrer politischen, religiösen oder weltanschaulichen Haltung, ein, sich an unserer Arbeit zu beteiligen und uns zu unterstützen – als Teilnehmende an unseren Programmen, als Gastfamilien, als ehrenamtliche Mitarbeitende oder als Förderinnen und Förderer.

Unsere Offenheit hat aber Grenzen. Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung, Rassismus, Diskriminierung, das Infragestellen demokratischer Grundwerte sowie das Leugnen der Verantwortung, die sich aus der deutschen Geschichte ergibt, sind Haltungen, die wir nicht tolerieren und denen wir entschieden entgegentreten.


Vorstand und Geschäftsführung des Deutschen Youth For Understanding Komitees e.V.

 

Sprache bei YFU

YFU möchte alle Menschen gleichermaßen ansprechen: Unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder Muttersprache möchten wir alle Interessierten über unseren Verein, unsere Ziele und unsere Austauschprogramme informieren. Deshalb legen wir Wert auf verständliche Formulierungen – sowohl digital (Website, Social Media, E-Mails, Newsletter) als auch in unseren Printpublikationen (Flyer, Broschüren usw.).

 

Anrede

 

Je nach Kontext, Medium und Zielgruppe bzw. Gesprächspartner*in duzen oder siezen wir. Beide Anrede-Formen sind für uns mit der gleichen Wertschätzung verbunden. Innerhalb des Vereins duzen sich alle – ehrenamtliche genauso wie hauptamtlich Mitarbeitende.

 

Gendersensible Sprache

 

Bei YFU haben Werte wie Vielfalt, Inklusion und Toleranz eine große Bedeutung. Wir möchten, dass sich jede*r bei YFU willkommen und akzeptiert fühlt. Deshalb verwenden wir eine Sprache, die alle Menschen gleichermaßen repräsentiert und anspricht, unabhängig davon, welchem Geschlecht sie sich zugehörig fühlen (also Frauen, Männer und Menschen, die ihr Geschlecht jenseits der binären Norm definieren).

 

Wie machen wir das? An vielen Stellen greifen wir auf geschlechtsneutrale Formulierungen zurück und sprechen z.B. von Jugendlichen, Teilnehmenden, Ehemaligen oder Gastkindern. An anderen Stellen nutzen wir den Gender-Stern (*). In Fällen, bei denen dies zu grammatikalisch falschen Formulierungen führt, schreiben wir die weibliche und männliche Form aus (z.B. „Das Hobby der Schülerin bzw. des Schülers“ statt „des*der Schüler*in“ – denn bei letzterem fehlt das Genitiv-S). Zusammengesetzte Wörter, die sich nicht direkt auf Personen beziehen (z.B. das Wort „Schüleraustausch“), nehmen wir aus Verständnisgründen von der Stern-Regelung aus.

 

Natürlich gibt es noch weitere Möglichkeiten für gendersensible Sprache (z.B. das Binnen-I, den Gender Gap oder einen Doppelpunkt). Uns gefällt jedoch die Vorstellung, dass die vielen Strahlen des Gender-Sterns für die vielfältigen Formen der geschlechtlichen Vielfalt stehen.

 

Sprache dient der Kommunikation und wir sollten bei unserer Wortwahl die Wirkung auf andere berücksichtigen. Wir sehen hier eine gesellschaftliche Verantwortung und vertreten die Ansicht, dass Sprache Realität schafft: Oft wird argumentiert, dass das generische Maskulinum für alle gelte, denn jede*r wisse, dass damit alle gemeint seien. Zahlreiche Studien1 2 zeigen jedoch, dass die meisten Befragten bei Plural-Formulierungen wie „Lehrer“, „Experten“ oder „Schüler“ ausschließlich an Männer denken und Frauen sowie nicht-binäre Personen nicht automatisch mit eingeschlossen sind. Das Benennen bzw. Nicht-Benennen von Personengruppen prägt unser Denken und unsere Wahrnehmung und bestätigt die gesellschaftliche Vorstellung davon, was „normal“ ist.3 Die Wortwahl beeinflusst also unsere Gedanken und Vorstellungen. Damit einhergehend kann eine Veränderung im Sprachgebrauch auch zu einer Veränderung der Gedanken und Vorstellungen führen. Und so macht es für uns eben doch einen Unterschied, ob wir von „Schülern und Lehrern“ oder von „Schüler*innen und Lehrer*innen“ sprechen.

 

Sprache im Wandel

 

Für unsere digitalen Formate gelten die obenstehenden Ausführungen ab sofort. Unsere zahlreichen Printprodukte werden nach und nach überarbeitet – aus Gründen der Nachhaltigkeit möchten wir Restbestände erst aufbrauchen, bevor wir Neuauflagen drucken lassen.

Weil Sprache nicht starr ist, sondern sich permanent wandelt, ist eine stetige Anpassung nötig. Daher überprüfen wir unsere Texte regelmäßig und überarbeiten sie immer wieder. Aufgrund der großen Zahl an Publikationen und digitalen Kanälen kann es dabei vorkommen, dass nicht immer alle Kommunikationsmaterialien auf dem gleichen Stand sind.

Wir freuen uns jederzeit über Anregungen und Feedback zu unserer Kommunikation (info@yfu.de).

 

Quellenangaben:

1) Vgl. Heise, Elke: Sind Frauen mitgemeint? Eine empirische Untersuchung zum Verständnis des generischen Maskulinums und seiner Alternativen. In: Sprache & Kognition – Zeitschrift für Sprach- und Kognitionspsychologie und ihre Grenzgebiete 19 (2000) 1/2, S. 3-13.

2) Vgl. Stahlberg, Dagmar & Sczesny, Sabine: Effekte des generischen Maskulinums und alternativer Sprachformen auf den gedanklichen Einbezug von Frauen. In: Psychologische Rundschau 52 (2001) 3, S. 131-140.

3) Vgl. Büro der zentralen Frauenbeauftragten an der Humboldt-Universität zu Berlin: Sprache ist vielfältig – Leitfaden der HU für geschlechtergerechte Sprache. Berlin. Auflage 2020, S. 7.

Austausch und Klimaschutz

 

YFU setzt sich dafür ein, Austauschprogramme trotz der dafür nötigen Mobilität so nachhaltig wie möglich zu gestalten. In dem unten einsehbaren Positionspapier bekennt sich der Verein dazu, einen Beitrag zum Kampf gegen die globale Klimakrise leisten zu wollen. 

Positionspapier zu ökologischer Nachhaltigkeit

Ökologische Nachhaltigkeit bei YFU Deutschland

 

Positionspapier, Mai 2021

 

YFU ist ein zivilgesellschaftlich engagierter Verein, dessen Mitglieder und ehren- und hauptamtlich Mitarbeitende Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen und der auch seine Teilnehmenden hierzu befähigt. Als international aktive Organisation verstehen wir unsere Verantwortung in einem globalen Zusammenhang. Wir müssen und wollen daher einen Beitrag zum globalen Kampf gegen die Klimakrise leisten. Dazu ist es notwendig, unsere Arbeitsweise zu hinterfragen und zu verändern.

Wir wollen unsere gesellschaftliche Wirkung vergrößern, indem unsere Arbeit zu sozialer und ökologischer Gerechtigkeit beiträgt. Dies ist ein wichtiger Inhalt unserer Bildungsarbeit und ein erklärtes Ziel in unserer aktuellen Vereinsstrategie.

Mit diesem Positionspapier machen wir daher öffentlich, dass wir unserer Verantwortung gerecht werden wollen und vor welchen Herausforderungen wir dabei stehen. Auf unserer Webseite www.yfu.de informieren wir über konkret geplante und umgesetzte Maßnahmen.

 

Unser Beitrag zu Bildung und globaler Zusammenarbeit

 

Wir sind überzeugt, dass interkulturelle Lernerfahrungen mit persönlichen Begegnungen besonders stark und langfristig wirken – auf die Teilnehmenden, ihr Umfeld und die Gesellschaft. Deshalb sollten sie möglichst vielen Menschen zugänglich sein. Unsere Programme ermutigen junge Menschen, sich gesellschaftlich zu engagieren, und zeigen ihnen, was sie bewirken können.

Teilnehmende unserer Austauschprogramme lernen, unabhängig von Herkunft oder Hintergrund zusammenzuarbeiten und Konflikte und Probleme zu lösen. Das sind besonders wichtige Kompetenzen für die Umsetzung internationaler Maßnahmen gegen die Klimakrise und den Umgang mit weiteren globalen Herausforderungen.

 

Mobilität und Klimaschutz – unsere Bemühungen um die Auflösung eines Spannungsfelds

 

Internationaler und weltweiter Austausch von jungen Menschen braucht Mobilität, die mit Ressourcenverbrauch und teils erheblichem Treibhausgasausstoß verbunden ist. Ohne Reisen ist die Programmarbeit von YFU und die damit verbundene Bildungsarbeit jedoch nicht möglich.

Wir erkennen an, dass unsere Arbeit teilweise im Widerspruch zum Klimaschutz steht und uns deshalb eine besondere Verantwortung zukommt. Wir arbeiten daher kontinuierlich daran, die ökologischen Auswirkungen unserer Mobilitätsprogramme soweit es geht zu verringern und auszugleichen. Auch in allen anderen Aspekten unserer Arbeit gestalten wir laufend Prozesse im Sinne der Nachhaltigkeit neu und um.

 

Bisherige Maßnahmen

 

Im Positionspapier beschreiben wir unser grundlegendes Verständnis unserer Rolle beim Klima- und Umweltschutz. Im Folgenden listen wir beispielhaft einige der bisher umgesetzten und geplanten Maßnahmen auf. Diese werden regelmäßig aktualisiert.  

Reisen in unseren Programmen
  • Wir bieten zahlreiche Austauschländer innerhalb Europas an. Wer sich für ein innereuropäisches Austauschziel entscheidet, spart bei An- und Abreise Emissionen. In mehrere unserer europäischen Partnerländer organisieren wir die An- und Abreise mit dem Zug. 
  • Wo es möglich ist, bieten wir Rail&Fly als Alternative zu innerdeutschen Zubringerflügen an. 
  • Ab dem Austauschjahr 2022/2023 sollen Flüge durch YFU anteilig kompensiert werden.
Seminare & Vereinsleben
  • Seit 2019 gibt es in unserem Verein die Arbeitsgruppe „Ökologische Nachhaltigkeit”, die alle Bereiche YFUs hinsichtlich ökologischer Nachhaltigkeit unter die Lupe nimmt und konkrete Verbesserungsvorschläge erarbeitet. 
  • Die Verpflegung auf Präsenzseminaren sowohl mit Teilnehmenden als auch innerhalb des Vereins ist standardmäßig vegetarisch 
  • Für Seminare, auf denen Ehrenamtliche selbst kochen, wurden Rezepte für große Gruppen mit niedrigem ökologischem Fußabdruck erarbeitet.  
  • Wir bieten Workshops zum Thema „Ökologische Nachhaltigkeit” innerhalb des Vereins an und vermitteln es auch in unserer Bildungsarbeit mit Teilnehmenden. 
  • YFU-T-Shirts beziehen wir aus nachhaltiger Produktion. 
  • Wir schaffen Anreize für die Nutzung von Öffentlichen Verkehrsmitteln, beispielsweise indem der Verein Ehrenamtlichen die BahnCard erstattet und die ÖPNV-Monatskarten von Hauptamtlichen bezuschusst. 
Ressourcenverbrauch in der Geschäftsstelle von YFU Deutschland in Hamburg
  • YFU bezieht Ökostrom; auch eine Umstellung auf Ökogas wird derzeit vorgenommen. 
  • Wo es möglich ist, verzichten wir aufs Drucken. Viele unserer Prozesse haben wir digitalisiert. Doppelseitiges Drucken ist bei allen Druckern Standardeinstellung. 
  • Wo wir noch auf gedrucktes Marketingmaterial zurückgreifen, nutzen wir standardmäßig zertifiziertes Natur- oder Recyclingpapier. 

(Stand 26. Mai 2021)