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Austauschschülerin mit einer Freundin vor Landschaft in Chile

Eine gigantische Reise ins Ungewisse

Erfahrungsbericht von Pauline, Austauschjahr in Chile

Ein unbekannter Ort in einem Land, in dem du noch nie gewesen bist, mit einer Sprache, die du nicht sprichst. Du lässt alles zurück, was du kennst und ziehst los in diese fremde Welt. Diese Welt war in meinem Fall Chile. Im Sommer 2015 verabschiedete ich mich schweren Herzens von meinen Lieben und Deutschland und begann mit vielen anderen diese gigantische Reise, welche uns ins Ungewisse führte.

 

Ankommen

Die ersten Monate in der Fremde sind die aufregendsten und schwersten. Meine Familie hat mich von Anfang an herzlich aufgenommen und mir viele chilenische Manieren angewöhnt. Man ist zugewandt, liebevoll und laut. In meinem Haus sind wir teilweise 11 Personen unterschiedlichster Generationen, da kann der Geräuschpegel schon einmal stark steigen. In der Schule fühlte ich mich nach einiger Zeit auch sehr gut aufgehoben und meine Klasse ist nun ein großer Part meines Lebens hier. Es dauert vielleicht etwas, jedoch mit viel Geduld, einem offenen Herzen und Optimismus ist man dann auch mental wirklich hier angekommen.


Genießen

Wenn man dann die chilenische Mentalität besitzt und während der Konversation nicht mehr jedes Mal nickt und lächelt, obwohl man keine Ahnung hat was der Gegenüber gerade gesagt hat, heißt es die Zeit in vollen Zügen zu genießen. Ich versuchte so viel wie möglich zu reisen, um die anderen Facetten Chiles näher zu betrachten. So viel Diversität, wie Chile sie hat, ist wirklich einzigartig und unglaublich spannend. Aber egal, ob man im Norden in der Wüste Mars-artige Landschaften bestaunt oder im kalten Süden durch grüne Wälder wandert, eines ändert sich nie: Leckere Completos und Empanadas, Reggaeton und Cueca sind nur einige der vielen Dinge, die überall in Chile zu finden sind und das Jahr hier prägen und verschönern. Mit Freunden ausgehen, Familienausflüge machen und sich bei den Asados den Bauch vollschlagen, gehört hier zu den 3-monatigen Sommerferien definitiv dazu.

Doch die Zeit vergeht wie im Fluge und kaum hat man sich versehen, da ist man schon im letzten Monat vor der Rückkehr und muss sich verabschieden. Du bist nun Mitglied einer Familie, die du vorher noch nie gesehen hast, bist befreundet mit Menschen, welche du nie geträumt hättest kennenzulernen und bist Teil einer Kultur, die dir vorher nur wenig vertraut war. Das alles geschah in weniger als einem Jahr, an dessen Ende du nun so viel reicher zu dem zurückkehrst, was du vor diesem Jahr noch hinter dir lassen musstest. Mit so viel mehr, als nur einer neuen Sprache. Ein Auslandsjahr verändert nicht nur dich, dauert nicht nur ein Jahr – es ist eine Erfahrung für das ganze Leben!

Auf dem Plaza mit Freunden

Besonders während des Nationalfeiertags sieht man viele chilenische Fahnen

Pauline mit ihrer Schulklasse