Im April 2025 nahm Maja am YFU-Kurzaustauschprogramm „USA for you“ teil. Zwei Wochen lebte sie bei einer Gastfamilie in den USA, sammelte neue Eindrücke und knüpfte enge Beziehungen, die bis heute bestehen. Besonders zu ihrer Gastfamilie hat sie noch heute ein enges Verhältnis und hat sogar Weihnachten und Silvester dort verbracht. Wie es dazu kam und warum ihre Gastfamilie zu einem zweiten Zuhause geworden ist, erzählt Maja im Interview.
Liebe Maja, du hast im April 2025 an dem Kurzaustausch USA for you teilgenommen: Wie bist du auf das Programm aufmerksam geworden?
Ich wurde durch die Schule auf USA for you aufmerksam und fand die Möglichkeit sofort spannend: Ich wollte gerne mein Englisch verbessern und die Erfahrung machen, wie es ist, in einer Gastfamilie zu leben – auf einem anderen Kontinent, in einer neuen Kultur, mit neuen Sitten und neuen Freunden. Ich bin ein offener Mensch und reise gerne. Ich möchte aber nicht nur Tourist sein, sondern mich auch einbringen können. Dazu hat mir USA for you durch das Begleitprogramm und das Leben in meiner Gastfamilie die Chance gegeben.
Du hast dann zwei Wochen in den USA verbracht und bei einer YFU-Gastfamilie gelebt: Wie war das für dich?
Mein Austausch im April war sehr schön, spannend und lustig. Die Gruppe war toll und die begleitenden Aktivitäten, der Community Service und der Englischunterricht auch. Dazu kommt noch, dass ich eine zauberhafte Gastfamilie hatte: Ich wurde von Beginn an sehr herzlich aufgenommen. Ich habe mich in diesen zwei Wochen sicher gefühlt und konnte mit meinen Problemen immer zu den Begleitpersonen von YFU gehen oder auch zu meinen Gasteltern.
Wie hast du das erste Treffen mit deiner Gastfamilie empfunden?
Mein erstes Treffen ist gar nicht zu beschreiben! Dieses Gefühl, dass „fremde“ Leute dich so nett empfangen und dir gegenüber so viel Verständnis zeigen, war und ist einfach unglaublich. Meine Gastmutter und ich haben im Vorhinein viel geschrieben: Da konnte ich viele Fragen stellen und schon einmal einen kleinen Einblick in meine zweite Familie und die neue Kultur gewinnen. Das hat mir schon vor meiner Anreise ein gutes Gefühl gegeben. Aber meine Gastfamilie dann in echt zu sehen war noch einmal ganz besonders und nicht in Worte zu fassen.
Nach dem Austausch seid ihr in Kontakt geblieben – und du hast Weihnachten und Silvester bei ihnen verbracht. Wie kam es dazu?
Ich habe im Austausch neben meinen Gasteltern an Ostern auch deren Familien kennengelernt. Danach sind wir in Kontakt geblieben und meine Gasteltern waren auch bei mir in Heiligenhafen zu Besuch, da sie ihre Tochter in Deutschland besucht haben, die auch einen Austausch gemacht hat. Durch diesen Besuch sind wir noch einmal enger zusammengewachsen und meine Mutter und meine Gasteltern konnten sich auch kennenlernen, was super war.
Dadurch, dass wir bei USA for you in einer Gruppe unterwegs waren, konnte ich in den USA nicht nur meine Gastfamilie, sondern auch die anderen Teilnehmenden gut kennenlernen. Besonders mit einer Mit-Austauschschülerin bin ich nach der Rückreise in gutem Kontakt geblieben. Als ich letzten Oktober 18 Jahre alt geworden bin, hatten wir beide die Idee, Weihnachten und Silvester mal anders zu verbringen und was Neues zu erleben. Wir haben dann beide unsere jeweilige Gastfamilie gefragt, ob wir zu Besuch kommen dürften und wurden herzlich eingeladen. Wir waren überglücklich und dankbar, diese Möglichkeit bekommen zu haben!
Was für ein Gefühl war es, wieder nach Michigan zu kommen?
Als ich über Weihnachten wieder in Michigan war, hat es sich es sehr vertraut angefühlt – obwohl es zuerst etwas ungewohnt war, wieder Englisch zu sprechen und zu hören. Aber meine Gasteltern haben mich erneut so herzlich begrüßt, dass ich das schnell überwunden habe. Zuhause – so würde ich es wirklich nennen – habe ich dann auch endlich meine Gastschwester kennengelernt. Auch Phoebe, die Katze meiner Gastfamilie, habe ich wieder gesehen und durfte viele Freunde meiner Familie kennenlernen. Das war ein unglaublich tolles Gefühl: Meine Gastfamilie ist mein zweites Zuhause und meine zweite Familie geworden – ein Ort, an dem ich mich geborgen und unterstützt fühle. Dafür bin ich unendlich dankbar!