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Austauschschülerin vor Landschaft in Chile

Am anderen Ende der Welt

Erfahrungsbericht von Anna, Austauschjahr in Chile

Mein Austauschjahr fing mit einem unglaublichen Gefühl an, oder besser gesagt, einer Mischung aus vielen verschiedenen Gefühlen. Ich war hin und hergerissen, einerseits traurig, vom Abschied von meiner Familie und meinen Freunden, meinem gewohnten Leben und andererseits voller Aufregung und Vorfreude. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, endlich, nach so vielen Stunden Flug, in Santiago de Chile anzukommen, Aufregung, Freiheit, Nervosität, das Gefühl, eines der größten Abenteuer meines Lebens zu beginnen.

 

Ein völlig anderes Leben...

Die ersten Wochen in Chile waren mit die spannendsten. Alles war neu um mich herum, ich kam in einen komplett anderen Alltag, in ein neues Leben. Ich habe mich sehr in die chilenische Kultur verliebt, die Menschen, das Essen, die Sprache, die Landschaft, die Traditionen, alles war anfangs so neu und ungewohnt, und es war so spannend jeden Tag etwas neues kennen zu lernen. Auch wenn es am Anfang schwer war, mich an den Alltag meiner Gastfamilie anzupassen, am Ende war es das normalste der Welt, morgens in den kleinen, gelben, klapprigen Schulbus zu steigen, zur Schule zu fahren und dort von meinen verrückten und viel redenden Mitschülern herzlich empfangen zu werden.

 

Schule in Chile...

Meine Klasse in Chile habe ich in diesem Jahr sehr ins Herz geschlossen, umso schwerer viel es mir, sie am Ende des Austauschs wieder verlassen zu müssen. Die chaotischen Unterrichtsstunden, die verrückten Lehrer und die vielen Male, die ich mit meiner Klasse gelacht habe, werde ich nie vergessen. Weil die Schule so klein war, kannte mich dort jeder und ständig wurde ich von allen angesprochen, ich wurde sehr herzlich aufgenommen und am Ende hat mich die ganze Schule verabschiedet.

 

Teil der Gesellschaft sein...

Eines der schönsten Momente während meines Auslandsjahr war, als ich das Gefühl hatte, richtig Teil der Gesellschaft zu sein, mich diesem anfangs so fremden Leben angepasst zu haben. Alles was vorher so anders war, war nicht mehr fremd und ungewohnt, sondern Teil von mir geworden und ich habe alles sehr zu schätzen gelernt.

Pisco, das Nationalgetränk Chiles, die Tänze, wie Cueca und Pascuense, die asados mit der Familie, das chilenische Essen, Completos und Empanadas, die verschieden Musik und natürlich die so offenen und lebensfrohen Menschen, all das ist Teil von mir geworden und ich hatte meinen Platz in der Gastfamilie und meinem Leben dort gefunden.

 

Sich selbst neu kennen lernen...

Dieses Jahr war eines der aufregendsten, schönsten, aufschlussreichsten und interessantesten meines Lebens. Ich habe nicht nur ein neues Land und eine neue Kultur kennen gelernt, ich habe auch viel über Deutschland und die deutsche Kultur gelernt, Freunde fürs Leben gefunden und vor allem viel über mich selber gelernt. Bis zum Ende meines Austauschjahrs habe ich immer dazu gelernt und bis nach meinem Jahr habe ich aus den vielen Erfahrungen die ich in diesem Jahr gemacht habe profitiert.

Es war eine der besten Entscheidungen die ich gemacht habe, ein Jahr mit YFU nach Chile zu gehen.

Anna isst mit ihrer Gastschwester Empanadas, traditionelle chilenische Teigtaschen

Anna mit Schulfreunden

Im Austauschjahr eine neue Welt entdecken!