Freiwilligendienst in Argentinien

Projekte und Voraussetzungen

 

In Argentinien bietet YFU insgesamt drei Einsatzstellen an: Zwei Projekte im Bereich Kinder-und Jugendbildung in der indigenen Gemeinschaft der Pilagá im Westen der Provinz Formosa sowie ein Projekt zur Vermeidung der Mangelernährung von Kindern und Familien in Mendoza.

Projekt: Unterrichtsassistenz an einer Grundschule / Unterstützung bei Freizeitaktivitäten

Du unterstützt die Lehrkräfte beim Unterricht in einer Grundschule der Pilagá, zum Beispiel in den Fächern Kunst, Musik und Sport sowie bei Workshops. Außerdem hast du im örtlichen Sportverein die Möglichkeit, eigene Aktivitäten anzubieten. Ziel ist es, die Kinder in ihren Fähigkeiten zu fördern und sie auf ihren weiteren Bildungsweg vorzubereiten, indem sie beispielsweise auch die spanische Sprache erlernen, um später u.a. auch Berufe unabhängig von der Landwirtschaft und dem Kunsthandwerk ergreifen zu können.

Die Pilagá sind eine Gemeinschaft, die trotz äußerer Einflüsse und Zwänge einen großen Teil ihrer ursprünglichen Kultur erhalten konnte und sich dafür einsetzt, ihre eigene Geschichte sowie ihren Mythen und Legenden zu bewahren. Viele von ihnen sprechen die indigene Sprache „Pilagá“ und lernen Spanisch ab dem Grundschulalter. Sie betreiben Bedarfswirtschaft und viele von ihnen arbeiten in der Landwirtschaft, als Jäger, Fischer oder Honigsammler. Außerdem verkaufen sie selbst hergestelltes Kunsthandwerk.

Die Mitglieder von Pilagá-Familien leben meist in räumlicher Nähe zueinander in benachbarten kleinen Häusern und teilen sich oft Bad und Küche im größten Haus. Auch die Freiwilligen erhalten innerhalb eines solchen Zusammenschlusses ihr eigenes kleines Häuschen oder Zimmer. Bad und Küche befinden sich ggf. in einem benachbarten Haus.

Projekt: Menschenrechtsprojekte und Unterrichtsassistenz an einer weiterführenden Schule

In diesem Projekt unterstützt du zum einen den Unterricht sowie unterrichtsbegleitende Angebote an einer weiterführenden Schule der Pilagá, zum Beispiel im Fach Englisch. Der Besuch einer weiterführenden Schule ist für die Jugendlichen wichtig, damit sie später Zugang zu den Universitäten bekommen können, wenn sie dies anstreben.

Darüber hinaus begleitest du die Präsidentin der Pilagá-Gemeinschaft bei verschiedenen Aktivitäten, in denen es um die Stärkung der Menschenrechte der Pilagá geht. Dabei nimmst du zum Beispiel an lokalen, regionalen und nationalen Treffen zu diesem Thema teil oder besuchst auch andere indigene Gemeinschaften. Zentrale Themen sind in diesem Bereich das Eigentum von Land, Frauenrechte sowie die Umsetzung der Verfassungsänderung von 1994, die der indigenen Bevölkerung unter anderem besonderen Schutz durch den argentinischen Kongress, zweisprachige und bikulturelle Bildung sowie die Übergabe von Grundstücken an die Gemeinschaften garantiert.

Die Pilagá sind eine Gemeinschaft, die trotz äußerer Einflüsse und Zwänge einen großen Teil ihrer ursprünglichen Kultur erhalten konnte und sich dafür einsetzt, ihre eigene Geschichte sowie ihren Mythen und Legenden zu bewahren. Viele von ihnen sprechen die indigene Sprache „Pilagá“ und lernen Spanisch ab dem Grundschulalter. Sie betreiben Bedarfswirtschaft und viele von ihnen arbeiten in der Landwirtschaft, als Jäger, Fischer oder Honigsammler. Außerdem verkaufen sie selbst hergestelltes Kunsthandwerk.

Die Mitglieder von Pilagá-Familien leben meist in räumlicher Nähe zueinander in benachbarten kleinen Häusern und teilen sich oft Bad und Küche im größten Haus. Auch die Freiwilligen erhalten innerhalb eines solchen Zusammenschlusses ihr eigenes kleines Häuschen oder Zimmer. Bad und Küche befinden sich ggf. in einem benachbarten Haus.

Projekt: Aufklärung und Vermeidung von Mangelernährung bei Kindern und Familien

Bei diesem Projekt geht es darum, in den Familien ein Bewusstsein für gesunde Ernährung zu schaffen und so einer Unterernährung vorzubeugen. Du unterstützt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum einen in der Administration zum anderen auch bei der Betreuung der Kinder und der Familien.

Die Kinder, an die sich das Projekt richtet, sind vom Säuglingsalter bis 15 Jahre alt und wohnen nicht in dem Projekt, sondern kommen in Begleitung ihrer Familien dorthin. Es gibt dort auch eine Versorgung mit Essen, bei der du aushelfen wirst. Die Familien sollen außerdem im Rahmen von Workshops lernen, was gesunde Ernährung ist und, warum diese wichtig ist. Die Workshops werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Projektes durchgeführt und du kannst sie dabei unterstützen. Darüber hinaus gibt es auch spielerische und pädagogische Workshops.
Außerdem unterstützt du das Projekt bei der Koordination und Verteilung von eingegangenen Spenden sowie bei der Vorbereitung und Durchführung von Kampagnen zur Spendeneinwerbung.

Voraussetzungen und Bewerbung

Für einen Freiwilligendienst in Argentinien musst du... 

  • Interesse an anderen Kulturen sowie der Mitarbeit in einem Projekt haben
  • bereit sein, neue Perspektiven einzunehmen
  • bei den Projekten der Pilagá-Gemeinschaft bereit sein, dich auf die typischen Lebensbedingungen einer indigenen Gemeinde einzulassen
  • zwischen 18 und 25 Jahre alt sein (bis 30 Jahre für Menschen mit einer Behinderung oder Beeinträchtigung)
  • einen Hauptschul- oder Realschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung oder vergleichbaren Erfahrungen vorweisen oder die Fachhochschulreife bzw. Allgemeine Hochschulreife vorweisen
  • die deutsche Staatsbürgerschaft oder ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht haben
  • gute Englischkenntnisse sowie Spanischkenntnisse auf dem Niveau B1 /B2 haben, wenn du an einem Projekt bei den Pilagá teilnehmen möchtest. Für das Projekt Aufklärung und Vermeidung von Mangelernährung bei Kindern und Familien benötigst du Grundkenntnisse der spanischen Sprache. 

 

Weitere Infos zu den Voraussetzungen findest du auch unter http://www.weltwaerts.de/de/was-wird-vorausgesetzt.html.

 

Du bewirbst dich zunächst schriftlich bei YFU. Anhand der schriftlichen Unterlagen treffen wir eine Vorauswahl und laden dann zu einem Auswahlwochenende ein, auf dem wir die Bewerberinnen und Bewerber gern persönlich kennenlernen möchten.

 

Die Bewerbungsfrist für die Freiwilligendienste 2019/20 endete leider am 6. Januar 2019. Du kannst dich jedoch schon jetzt für die Freiwilligendienste 2020/21 vormerken lassen

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