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Ein Austauschschüler an Ihrer Schule

Auch für Lehrer ist es eine spannende und bereichernde Erfahrung, einen Austauschschüler in ihrer Klasse zu haben. Natürlich sind damit gerade am Anfang aber auch viele Fragen verbunden, auf die wir Ihnen hier einige Antworten geben möchten.

Austauschschüler in den Schulalltag einbinden

SchülergruppeAlle Jugendlichen haben sich bei der Aufnahme in unser Programm zum regelmäßigen Schulbesuch verpflichtet. Ihre Schulerfahrung sollte der ihrer deutschen Altersgenossen so ähnlich wie möglich sein. Aus diesem Grund sollten Sie darauf achten, dass auch von Austauschschülern Hausaufgaben erledigt, Unterrichtsbeiträge geliefert und Klassenarbeiten mitgeschrieben werden – sobald die größten Sprachschwierigkeiten überwunden sind.

Hilfe beim Deutschlernen

Sie können die Schüler beim Deutschlernen unterstützen, indem sie sie zum Beispiel am Deutschunterricht einer jüngeren Jahrgangsstufe teilnehmen lassen. (Ansonsten sollten sie aber in gleichaltrige Klassen integriert werden!) Hilfreich sind für den Einstieg auch andere Schüler, die als „Paten“ zur Seite stehen. Es bietet sich an, ehemalige deutsche Austauschschüler für diese Aufgabe anzusprechen.

Zeugnis

Auch Austauschschüler sollten ein Zeugnis oder zumindest eine schriftliche Leistungsbeurteilung erhalten. Dies ist zum einen meist eine Anforderung ihrer Heimatschule, zum anderen steigert die Aussicht auf ein Zeugnis aber auch die Motivation hier in Deutschland.

Interkulturelles Lernen für beide Seiten

Austauschschüler in der SchuleDarüber hinaus gibt es viele spannende Möglichkeiten, die auch den deutschen Jugendlichen einen Gewinn durch interkulturelle Lernerfahrungen bringen, zum Beispiel:

  • Vorträge der Austauschschüler, zum Beispiel über ihr Herkunftsland, die eigene Kultur, das Schulsystem (etwa für Fremdsprachen oder die Fächer Gesellschaft und Politik, Geografie,…)
  • Vorstellung der Austauschschüler am Schwarzen Brett oder in der Schülerzeitung. Möglichkeit für Fragen und länderspezifische Informationen aus erster Hand
  • Kennenlernen von anderen Traditionen an Festen und Feiertagen (etwa zu Weihnachten und Ostern, aber auch an nichtreligiösen und nichtchristlichen Feiertagen,…)
  • Einbindung der Austauschschüler an Projekttagen, Schulfesten, Elternabenden und in Arbeitsgemeinschaften zum Thema interkulturelles Lernen
  • Angebot von Nachhilfestunden in der Muttersprache der Austauschschüler oder einer Sprach-AG

Können alle Schüler schon Deutsch?

Aufgrund der Altersspanne (15 bis 18 Jahre), der zahlreichen Herkunftsländer und der verschiedenen Schulssysteme sind die Deutschkenntnisse der Austauschschüler sehr unterschiedlich. Selbst bei guten Vorkenntnissen sind sprachliche Schwierigkeiten in den Anfangsmonaten normal.

YFU akzeptiert bewusst auch Jugendliche ohne Deutschkenntnisse, um ihnen die Chance zu geben, ein Austauschjahr zu erleben und Deutschland kennen zu lernen.

Jedoch nehmen alle Austauschschüler mit keinen oder geringen Deutschkenntnissen nach Ankunft an einem vierwöchigen Orientierungs- und Sprachkurs von YFU teil. So sind bei Unterrichtsbeginn in jedem Fall erste Grundkenntnisse vorhanden.

Unterstützung für die Schule von YFU

Alle Austauschschüler und ihre Gastfamilien werden persönlich von YFU-Ehrenamtlichen vor Ort betreut, die während des gesamten Jahres beratend zur Seite stehen. Dieser persönliche Betreuer ist auch die lokale Kontaktperson für Ihre Schule. In der Regel wird sie oder er Ihre Schule einige Wochen nach Ankunft der Austauschschüler besuchen und für Fragen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus sind jederzeit unsere hauptamtlichen Mitarbeiter in der Geschäftsstelle erreichbar.

Weiterhin erhält jede Schule, die einen Austauschschüler aufnimmt, ein Handbuch von YFU, das detailliert auf zentrale Fragen und mögliche Probleme eingeht.

YFU-Seminare und Unterrichtsbefreiung

Im Laufe ihres Austauschjahres nehmen die Jugendlichen an mehreren Seminaren teil, mit denen YFU den interkulturellen Lernprozess und die Reflektion des Erlebten unterstützt. Dazu gehört auch ein so genanntes „Mittelseminar“ nach der Hälfte des Jahres. Da dieses einwöchige Seminar in die Schulzeit fällt, bitten wir Ihre Schule für diese Zeit um eine Unterrichtsbefreiung. Für Stipendiaten können außerdem Veranstaltungen im Mai/Juni anstehen, für die ebenfalls eine kurzzeitige Unterrichtsbefreiung notwendig ist.

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© 2005-2010 Deutsches Youth For Understanding Komitee e.V.
 

„Für ein Jahr nach Indien zu gehen, und das auch noch mit YFU, war die bis jetzt beste Entscheidung meines Lebens!“

Mareike Herbst
Austauschjahr in Indien