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Welcher Anteil der Austauschschüler lässt sich das Austauschjahr in der Schule anerkennen?

Drei Viertel der Befragten haben sich das im Ausland verbrachte Schuljahr in Deutschland anerkennen lassen, 1% hat nach dem Austauschjahr in Deutschland nicht weiter die Schule besucht. Folglich haben 24% ihre Schullaufbahn in Deutschland dort fortgesetzt, wo sie sie durch den Auslandsaufenthalt unterbrochen hatten. Die „Wiederholerquote“ ist je nach Bundesland verschieden. Besonders viele Wiederholer gibt es zum Beispiel in Brandenburg, Bremen und Rheinland-Pfalz, besonders wenige in Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bayern. In den beiden Bundesländern, die schon immer eine zwölfjährige Schullaufbahn bis zum Abitur vorsahen, liegt die Wiederholerquote wenig überraschend bei 100%.

Fragt man die Betroffenen nach den Gründen für das Wiederholen des Schuljahres in Deutschland, zeigt sich folgendes Bild:

Welche Unterschiede gibt es zwischen Wiederholern und Nicht-Wiederholern?

Vor dem Austauschjahr sind diejenigen, die im Anschluss an das Austauschjahr ihre Schullaufbahn in Deutschland dort fortsetzen, wo sie sie unterbrochen haben, zumindest in den Fächern Mathematik, Deutsch und der ersten Fremdsprache die schlechteren Schüler. Durch das Austauschjahr scheint es ihnen aber zu gelingen, mit den Nicht-Wiederholern gleich zu ziehen. Besonders bei den Wiederholern sind dann auch häufig Leistungssprünge von einer ‚schlechteren’ Note auf eine bessere zu beobachten. Natürlich ist dabei zu beachten, dass die erhobenen Noten bei den Wiederholern meist aus Klasse 11 stammen, bei den Nicht-Wiederholern aus Klasse 12 – trotzdem ist diese Entwicklung enorm. Die Wiederholer sind es auch, die eher eine gesteigerte Motivation zum Schulbesuch angeben, als die Nicht-Wiederholer. Außerdem haben sie nach ihrer Rückkehr weniger Schwierigkeiten in der Schule – was natürlich auch damit zusammenhängt, dass der Lernstoff dort fortgeführt wird, wo er für sie vor der Abreise ins Ausland aufgehört hat.

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„Sprachenkenntnisse und interkulturelles Gespür gehören heute in vielen Bereichen zu den unerlässlichen Basiskompetenzen. Das Leben in Familien und der Schulbesuch im Gastland bieten die einzigartige Möglichkeit, persönliche Beziehungen zu knüpfen, Freundschaften zu schließen und Alltagskompetenzen in einer anderen Kultur zu erwerben.“

Dr. Annette Schavan
Bundesministerin für Bildung und Forschung