
Interkulturelle Seminare bei YFU
Als Bildungsorganisation legt YFU großen Wert auf eine intensive interkulturelle Vorbereitung aller Teilnehmer.
Ehemalige YFU-Programmteilnehmer sind unsere Experten für Austausch. Deshalb sind sie es, die als ehrenamtliche Mitarbeiter unsere zukünftigen Austauschschüler auswählen, vorbereiten, betreuen und nachbereiten.
Hier informieren wir über folgende Seminare und Treffen:
Vorbereitungstagung
Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zum erfolgreichen Austauschjahr. Auf unseren Vorbereitungstagungen (VBT) verbringen Teams von YFU-Ehemaligen eine intensive Woche mit unseren zukünftigen Austauschschülern. Die Ehemaligen treffen sich mit Gruppen von 20 bis 45 Teilnehmern pro Seminar in einem Tagungshaus.
Dort wird in Kleingruppen darüber diskutiert, wie man interkulturelle Kommunikationsschwierigkeiten bewältigen und sich in einer fremden Kultur zurecht finden kann. Dabei wird auch die eigene Kultur unter die Lupe genommen.
In Diskussionsrunden, Referaten und Rollenspielen geben die Ehemaligen ihre Erfahrungen weiter und besprechen länderspezifische Eigenarten. Die zukünftigen Austauschschüler können in einer Simulation ausprobieren, wie schwierig es ist, eine andere Kultur zu besuchen – und wie es funktionieren kann.
Nach dem Seminar können es viele unserer Teilnehmer kaum noch erwarten, ins Austauschjahr aufzubrechen!
Treffen für Eltern
Ein Austauschjahr ist auch für Eltern eine turbulente Zeit mit Höhen und Tiefen. Deshalb bietet YFU zusätzlich zu umfangreichen schriftlichen Informationen mehrere regionale Treffen für Eltern an.
Vor der Abreise der Jugendlichen beantworten ehrenamtliche Mitarbeiter bei diesen Treffen alle Fragen zu den Themen Visum, Gepäck, Reise, Versicherung, Betreuung und vielen weiteren Aspekten. In den meisten Regionen veranstaltet YFU nach etwa der Hälfte des Austauschjahres ein weiteres Elterntreffen. Bevor die Jugendlichen nach Deutschland zurückkehren, bereiten ehemalige Austauschschüler die Eltern auf die Wiedereingliederung ihrer Kinder vor.
Neben diesen Informationstreffen gibt es in einigen Regionen informelle „Elternstammtische“, bei denen Eltern sich regelmäßig über die Erlebnisse ihrer Kinder austauschen können. Dort begegnen sie oft auch Gastfamilien, die über YFU einen Jugendlichen aus dem Ausland aufgenommen haben, und lernen Austausch so auch von der anderen Seite kennen.
Seminare im Gastland
Auch im Gastland haben Austauschschüler und Gastfamilien die Möglichkeit, sich zu treffen und Erfahrungen zu besprechen. Die Seminare und Veranstaltungen sind in den verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich, in den USA auch von Region zu Region. Deshalb können wir hier nur einen allgemeinen Überblick geben.
Viele Partnerorganisationen veranstalten gleich am Anfang des Austauschjahres ein- bis dreitägige Orientierungsseminare für Austauschschüler. Zusammen mit Jugendlichen aus anderen Ländern können die Schüler sich in die neue Kultur eingewöhnen und von der Reise erholen. Erst danach treffen sie ihre Gastfamilien.
In anderen Ländern, darunter auch die USA, reisen die Schüler direkt zu ihrer Gastfamilie. Sie kommen dann wenige Wochen später zu einem Orientierungsseminar zusammen.
In den meisten Ländern gibt es während des Jahres einige kürzere YFU-Treffen, etwa zur Weihnachtszeit oder zu anderen wichtigen Festen der jeweiligen Kultur. Dort reflektieren Austauschschüler, was sie bisher erlebt haben.
Häufig haben auch Gastfamilien die Möglichkeit, an diesen Treffen teilzunehmen und sich auszutauschen.
Kurz vor der Rückreise veranstalten fast alle YFU-Partnerorganisationen so genannte Re-Entry-Seminare. Dort können Austauschschüler miteinander über die bevorstehende Abschiedszeit sprechen und YFU-Mitarbeiter geben Tipps zum Wiedereinleben im Heimatland.
Young Europeans’ Seminar
Alle europäischen Jugendlichen, die ihr Austauschjahr mit YFU in Europa verbracht haben, treffen sich vor der Rückkehr in ihre Heimat für fünf Tage beim „Young Europeans' Seminar“ (YES) am Werbellinsee bei Berlin.
Mehr als 450 Jugendliche und ehrenamtliche YFU-Mitarbeiter kommen hier zusammen, um gesellschaftliche Herausforderungen aus verschiedenen Perspektiven zu diskutieren. 2010 dreht sich alles um das Thema „Footprints. Our Responsibility as Global Citizens“. In den vergangenen Jahren wurden die Themen Friedensvermittlung und Konfliktlösung (2005), Toleranz durch interkulturellen Dialog (2006), Islam in Europa (2007), Migration und Diversität (2008) sowie Meinungsfreiheit (2009) behandelt.
Ein Höhepunkt ist jedes Jahr das YES-Parlament. Bei dieser Simulation werden alle Jugendlichen für einige Stunden zu EU-Parlamentariern und vertreten das Land, in dem sie ihr Austauschjahr verbracht haben.
Mehr Informationen über das YES 2010 gibt es unter www.yfu-yes.org.
Nachbereitungstagung
Das Jahr im Ausland ist häufig viel zu schnell vorbei – aber mit YFU geht der Austausch weiter.
Auf der Nachbereitungstagung (NBT) treffen sich unsere Teilnehmer für zwei oder drei Tage in einem Tagungshaus und sprechen über ihre Erlebnisse.
Es ist nicht immer einfach, sich wieder in der alten Umgebung einzuleben – umso wichtiger ist es zu merken, dass es anderen ähnlich geht. Zusammen mit älteren Ehemaligen diskutieren die Jugendlichen darüber, wie sie ihre Erfahrungen und neu gewonnenen Fähigkeiten auch in Deutschland anwenden können.
Eine Möglichkeit ist es natürlich, ehrenamtlich bei YFU mitzuarbeiten, um den Gedanken des interkulturellen Austauschs weiterzutragen. Daneben gibt es zahlreiche andere Wege, sich für Frieden und Völkerverständigung einzusetzen.
© 2005-2010 Deutsches Youth For Understanding Komitee e.V.
