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Fragen & Antworten / Kontakt

Die folgenden Fragen werden häufig von interessierten Jugendlichen gestellt. Hier geben wir die Antworten.

Unsere Teilnehmer erhalten umfangreiche schriftliche Informationen über länderspezifische Besonderheiten und das Schulsystem im Gastland sowie über relevante Themen wie Versicherung, Visum, Reise und weitere organisatorische Einzelheiten.

Sollten Sie auf eine Ihrer Fragen hier keine Antwort finden, wenden Sie sich gerne an unsere kompetenten Ansprechpartner: Per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. oder telefonisch unter (040) 227002-755.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Entsendeprogramms freuen sich auf Sie:

MitarbeiterInnen-Entsendeprogramm_2012

Warum für ein ganzes Jahr Austauschschüler werden?

Bietet YFU Austauschprogramme für ein halbes Jahr an?

An wen vergibt YFU Stipendien?

Welche Anforderungen müssen Austauschschüler erfüllen?

Was können Austauschschüler erwarten?

Warum gibt es bei YFU eine Altersgrenze?

Wie können Austauschschüler sich vorbereiten?

Welche Motivation haben Gastfamilien?

Für welches Land soll ich mich entscheiden?

Werden andere Wünsche berücksichtigt?

Sind Austauschschüler auf sich allein gestellt?

Können Austauschschüler die Gastfamilie wechseln?

Was passiert bei Notfällen?

Müssen Austauschschüler sich zusätzlich versichern?

Wieviel Taschengeld brauchen Austauschschüler pro Monat?

Was muss mit der deutschen Schule geregelt werden?

Erkennen deutsche Schulen das Austauschjahr an?

Nur 12 Jahre zum Abitur und ein ganzes Schuljahr im Ausland?

Warum für ein ganzes Jahr Austauschschüler werden?

Das Leben als Austauschschüler bietet viele Chancen: ein fremdes Land und seine Kultur entdecken, neue Perspektiven gewinnen und sich in der Welt zu Hause fühlen!

Ein Jahr ist eine lange Zeit – lang genug, um mehr zu werden als ein Gast. Austauschschüler erleben ganz andere Dinge als Touristen, weil sie nicht als Besucher in ein fremdes Land gehen, sondern dort zum Alltag dazu gehören. Darum geht es YFU: Man kann eine andere Kultur nur verstehen lernen, wenn man so lange dort lebt, dass man sich zu Hause fühlt.

Ein Austauschjahr trägt dazu bei, dass Menschen mit unterschiedlicher Herkunft zusammen leben und andere Standpunkte verstehen lernen. Die Fähigkeit, über nationale und kulturelle Grenzen hinweg zu kommunizieren und Probleme zu lösen, ist in vielen Bereichen entscheidend – auch noch lange nach dem Jahr im Ausland.

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Bietet YFU Austauschprogramme für ein halbes Jahr an?

Nein, Austauschprogramme für nur ein halbes Jahr oder ein Semester bietet YFU nicht an. Unserer Erfahrung nach ist es sinnvoll, als Austauschschüler das Schuljahr im Ausland komplett mitzuerleben, um sich in die andere Kultur vollständig zu integrieren.

Da in den meisten Ländern auch das Alltagsleben in Jahreszyklen organisiert ist, können Austauschschüler nur dann einen entsprechend tiefen Einblick in die Kultur bekommen, wenn sie dort möglichst ein ganzes Jahr verbringen.

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An wen vergibt YFU Stipendien?

Stipendien vergibt YFU ausschließlich an eigene Programmteilnehmer, jährlich an insgesamt über 300 Jugendliche aus Deutschland und dem Ausland.

Bei der Vergabe unserer Teilstipendien ist allein die finanzielle Bedürftigkeit der Familie entscheidend, Länderwahl und Schulzeugnisse spielen hier keine Rolle. Vollstipendien vergeben wir dagegen für einige Länder an ausgewählte Jugendliche, die uns besonders geeignet für ein Austauschjahr erscheinen.

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Mit Stäbchen essenWelche Anforderungen müssen Austauschschüler erfüllen?

Ein Austauschjahr ist keine Sprachreise und kein Abenteuerurlaub, sondern eine persönliche Herausforderung. Austauschschüler müssen bereit sein, sich mit Herzlichkeit und Engagement aktiv in eine fremde Umgebung, eine neue Familie und ein anderes Schulsystem einzufügen.

Dazu ist es nötig, offen für Neues zu sein und eigene Ansprüche zurückzu­stellen, auch wenn das zunächst unbequem erscheint. Austauschschüler müssen echtes Interesse mitbringen, das fremde Land verstehen zu lernen.

Wir legen Wert darauf, dass unsere Teilnehmer Eigeninitiative zeigen. Ein gelungenes Austauschjahr erlebt nur, wer selbst aktiv wird.

Wir erwarten zum Beispiel, dass die Jugendlichen sich allgemeine Informationen über ihr Gastland selbst besorgen. Sie sollten sich auch vor ihrer Abreise selbst darum kümmern, Sprachkenntnisse aufzufrischen oder sich neu anzueignen.

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Was können Austauschschüler erwarten?

Am besten ist es, so wenig konkrete Erwartungen wie möglich zu haben, auch wenn das schwierig ist. Auf keinen Fall kann ein Austauschjahr Probleme lösen, die hier in Deutschland in der Familie oder Schule auftreten. Mit einem Austauschjahr kann man auch kein perfektes Jahr in einer Traumfamilie und in wunderschöner Umgebung kaufen. Es ist die Aufgabe der Jugendlichen selbst, das Jahr zu einem einmaligen Erlebnis zu machen.

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Warum gibt es bei YFU eine Altersgrenze?

Die Altersgruppe, die wir ansprechen, erfüllt zwei Kriterien: Zum einen die Schülerinnen und Schüler in der Regel jung und flexibel genug, um sich ganz in den fremden Alltag und in das Leben einer anderen Familie einzufügen. Zum anderen sind die Jugendlichen aber auch alt und selbstständig genug, um das Austauschjahr bewusst zu verarbeiten und sich dadurch weiterzuentwickeln.

Daneben müssen wir in vielen Ländern, zum Beispiel in den USA, die Altersgrenze der Schulen berücksichtigen.

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Wie können Austauschschüler sich vorbereiten?

Eine Austauschschülerin mit ihrer FreundinDas Internet, Zeitschriften, Bücher und andere Medien bieten für Schüler viele Möglichkeiten, allgemeine Informationen über ihr Gastland zu sammeln. YFU legt außerdem großen Wert darauf, alle Teilnehmer auf die besonderen Herausforderungen eines interkulturellen Austauschprogramms vorzubereiten.

Dazu haben wir umfangreiche Informationsmaterialien über relevante Themen wie Versicherung, Visum, Reise, Schulsystem im Gastland, länderspezifische Besonderheiten und vieles mehr zusammengestellt.

Darüber hinaus sind alle unsere Teilnehmer verpflichtet, an einer einwöchigen Vorbereitungstagung teilzunehmen. Dort geben ehemalige Austauschschüler ihre Erfahrungen in Diskussionen, Rollenspielen und Simulationen weiter.

Auch für Eltern bieten wir Informationstreffen an, auf denen unsere Ehemaligen für Fragen zur Verfügung stehen.

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Welche Motivation haben Gastfamilien?

Diese Frage können wir nicht allgemein beantworten – es gibt zu viele unterschiedliche Gründe, warum Familien Austauschschüler aufnehmen. Wir sind allerdings sicher, dass finanzieller Gewinn keine Rolle spielen kann, denn unsere Gastfamilien bekommen kein Geld für die Aufnahme eines Jugendlichen.

Die Familien wissen auch, dass YFU kein Au-Pair-Programm anbietet und keine Hausarbeitshilfen vermittelt. Allerdings sollte es für Austauschschüler selbstverständlich sein, wie ein normales Familienmitglied im Haushalt mitzuhelfen – nur so können sie ein echter Teil der Familie werden.

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Für welches Land soll ich mich entscheiden?

Gruppe von SchulfreundenDas hängt vor allem von der Neugier und den Interessen der Jugendlichen ab. Grundsätzlich sind wir davon überzeugt, dass es nicht entscheidend ist, welches Land ein Schüler wählt. Austausch macht etwas anderes aus: das Wagnis, sich für ein Jahr auf eine völlig andere Kultur einzustellen. Das ist in jedem Land möglich.

Allerdings gibt es für Haustierallergiker und Vegetarier in einigen Ländern leider eingeschränkte bzw. keine Möglichkeiten, einen Platz zu bekommen. In Australien und Kanada ist es etwa so verbreitet, Haustiere zu halten, dass es nahezu unmöglich ist, eine Gastfamilie ohne Katzen oder Hunde zu finden.

Im wallonischen Teil Belgiens, in Schweden und in einigen Ländern Lateinamerikas sind kaum Familien bereit, Jugendliche aufzunehmen, die sich vegetarisch ernähren. Auf diese beiden Punkte sollten Schüler bei ihrer Länderwahl unbedingt achten.

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Werden andere Wünsche berücksichtigt?

Grundsätzlich nein, denn wir können unsere Gastfamilien nicht maßschneidern. Je flexibler die Jugendlichen sind, desto leichter passen sie in eine der Familien. Bei der Zuordnung achtet YFU in erster Linie auf die Persönlichkeiten aller Beteiligten. Geografische und akademische Präferenzen sowie besondere Hobbys spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Häufig ist es schwieriger, eine passende Familie für Allergiker, Raucher und in vielen Ländern auch für Vegetarier zu finden, da die erforderliche Rücksichtnahme für solche Besonderheiten nicht überall den gleichen Stellenwert hat. Bei Jugendlichen, die keine absoluten Bedingungen stellen, ist die Familiensuche demnach immer einfacher.

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Sind Austauschschüler auf sich allein gestellt?

Nein, denn unsere Partnerorganisationen vermitteln nicht nur Gastfamilien, sondern kümmern sich auch während des Jahres um die Schüler. Jeder Teilnehmer bekommt einen persönlichen Betreuer, der ihm und der Familie bei möglichen Problemen mit Rat und Tat zur Seite steht.

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Können Austauschschüler die Gastfamilie wechseln?

Austauschschülerin in ihrer neuen Heimat

Dass Wertvorstellungen aufeinander prallen und Probleme auftreten, ist beim engen Zusammenleben von Austauschschülern und Gastfamilien völlig normal.

Wenn Dinge offen angesprochen werden, findet sich in den allermeisten Fällen eine Lösung – hier kann häufig der YFU-Betreuer Missverständnisse aufklären und vermitteln. Nach einem gemeinsam bewältigten Konflikt fühlen sich viele Schüler und Familien einander näher als vorher. Ein Familienwechsel sollte daher niemals voreilig geschehen.

Es gibt aber auch Fälle, in denen ein Familienwechsel für alle Beteiligten die beste Lösung ist. Dann versucht YFU, in einer für beide Seiten schonenden Weise die Verbindung zu lösen und bringt den Austauschschüler in einer neuen Familie unter.

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Was passiert bei Notfällen?

In allen YFU-Partnerländern gibt es Notrufnummern, unter denen Austauschschüler und Gastfamilien rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche kompetente Mitarbeiter erreichen können.

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Müssen Austauschschüler sich zusätzlich versichern?

Bei Versicherungsfragen unterscheidet YFU grundsätzlich zwischen einem Austauschjahr innerhalb und außerhalb Europas. Für ein Austauschjahr innerhalb Europas schließt YFU keine Zusatzversicherungen ab, da der deutsche Versicherungsschutz normalerweise ausreicht. Außerhalb Europas ist ein Versicherungspaket mit Reisekranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung im Programmpreis enthalten. Genauere Erläuterungen finden sich in den unteren Abschnitten.

Eine Reiserücktrittskostenversicherung ist für ein Schüleraustauschprogramm nicht sinnvoll – bei einer Erkrankung am Reisetag wird die Abreise nicht gestrichen, sondern lediglich verschoben.

Eine zusätzliche Reisegepäckversicherung empfehlen wir nur dann, wenn wertvolle Gegenstände – beispielsweise Laptops, Musikinstrumente, Kameraausrüstung, Schmuck – befördert werden. Während des Linienflugs ist das eingecheckte Gepäck über die jeweilige Fluggesellschaft versichert.

Austausch innerhalb Europas

Beim Austausch in ein europäisches Land ist keine Versicherung im Programmpreis enthalten. Eine zusätzliche Versicherung ist hier im Regelfall nicht notwendig, da der in Deutschland bestehende Versicherungsschutz meistens ausreicht. Lediglich für ein Austauschjahr in europäische Länder, mit denen kein Sozialversicherungsabkommen besteht, müssen gesetzlich Versicherte eine zusätzliche Auslandsreise-Krankenversicherung abschließen. Das ist derzeit bei Moldawien, Russland und der Ukraine der Fall (Stand: Februar 2010, ohne Gewähr!). Nähere und aktuelle Informationen zum Thema Sozialversicherungsabkommen gibt die DVKA (Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung – Ausland) unter www.dvka.de.

Austausch außerhalb Europas

Bei einem Austauschjahr in Amerika, Asien, Australien und Afrika schließt YFU für alle Teilnehmer eine Auslandsreise-Krankenversicherung sowie eine entsprechende Unfall- und Haftpflichtversicherung ab. Das komplette Versicherungspaket ist im Programmpreis enthalten. Die genauen Versicherungsbedingungen können variieren und werden den Reisenden rechtzeitig vor Abreise übermittelt.

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Wieviel Taschengeld brauchen Austauschschüler pro Monat?

Das ist sicherlich von Schüler zu Schüler und von Land zu Land unterschiedlich. Wie viel Taschengeld benötigt wird, hängt insbesondere von individuellen Ansprüchen, von der Freizeitgestaltung und auch von der (ländlichen oder städtischen) Umgebung ab. In den USA z.B. sollte man in der Regel mit US$ 150 bis US$ 200 (€ 100 bis € 130) auskommen. Sparsame Schüler können auch durchaus mit US$ 100 (€ 70) monatlich auskommen. Typische Ausgaben sind die Kosten für Schulbücher und Schulmaterialien, Kleidung, sonstige persönliche Einkäufe und Freizeitausgaben (Kino und ähnliches), Reisemitbringsel sowie Porto- und Telefonkosten.

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Was muss mit der deutschen Schule geregelt werden?

Mädchen in SchuluniformJugendliche müssen sich rechtzeitig in der deutschen Schule vom Unterricht abmelden und klären, welche Klassenstufe sie nach ihrer Rückkehr besuchen können. Grundsätzlich gibt es die zwei Möglichkeiten: Schüler können sich das Schuljahr im Ausland für die deutsche Schullaufbahn anerkennen lassen oder als zusätzliches Jahr einschieben.

Die gesammelten Erfahrungen, die Sprachkenntnisse und die Entwicklung der Persönlichkeit haben einen so hohen Wert, dass sich auch eine Verlängerung der Schulzeit lohnt.

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Erkennen deutsche Schulen das Austauschjahr an?

Nicht nur das Schulsystem, sondern auch die Fächer und der Stundenplan unterscheiden sich im Ausland häufig gravierend von deutschen Schulen. Wenn Jugendliche das 10. Schuljahr (bei 12 Jahren zum Abitur) oder das 11. Schuljahr (bei 13 Jahren zum Abitur) im Ausland verbringen, ist die Anerkennung nach einem Beschluss der Kultusministerkonferenz aber grundsätzlich möglich. Wir empfehlen, diese Frage unbedingt vor Abreise mit der eigenen Schule zu klären.

Allerdings halten wir es nicht für sinnvoll, die Anerkennung als Bedingung zu sehen. Wir sind überzeugt davon, dass ein Austauschjahr in keinem Fall ein „verlorenes“ Jahr sein wird – ganz im Gegenteil, es ist immer ein Gewinn!

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Nur 12 Jahre zum Abitur und ein ganzes Schuljahr im Ausland?

Auf jeden Fall! Auch bei 12 Jahren zum Abitur gibt es mehrere mögliche Zeitpunkte für ein ganzes Austauschjahr – welche, zeigen wir unter dem Stichwort Schulzeitverkürzung.

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„Ein Austauschjahr ist, als würde man für ein Jahr ein völlig neues Leben ausprobieren“

Konstantin Käppner
Austauschjahr in Litauen