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Das Austauschjahr in zwölf Schritten

GFW-ablauf-b 1. Entscheidung: Gastfamilien entscheiden sich dafür, einen 15- bis 18-jährigen Jugendlichen aus dem Ausland als neues Familienmitglied unentgeltlich aufzunehmen. Diese Entscheidung sollten Familien gemeinsam treffen.

2. Bewerbung: Mit dem ausgefüllten Gastgeberbogen und drei Familienfotos bewerben sich Familien bei YFU. Sie stellen darin alle Familienmitglieder und ihre Hobbys kurz vor. Auch Paare ohne Kinder oder Alleinerziehende können Austauschschüler aufnehmen.

3. Besuch von YFU: Alle interessierten Familien werden von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter besucht, um sich gegenseitig persönlich kennen zu lernen und Fragen zu klären. Ein Termin dafür wird im Vorfeld vereinbart.

4. Eine Schule finden: Gastfamilien schlagen eine Schule in der Nähe vor, die bereit ist, einen Jugendlichen aus dem Ausland aufzunehmen. In der Regel besuchen Austauschschüler die Schule ihrer Gastgeschwister. YFU übernimmt die schriftliche Anmeldung.

5. Zuordnung:Familien geben an, ob sie einen Jungen oder ein Mädchen aufnehmen möchten und für welche Länder sie sich interessieren. Entweder können sie aus mehreren Unterlagen ihr „neues Kind“ auswählen – oder sich einfach überraschen lassen.

6. Information: Sobald wie möglich gibt YFU schriftlich über die endgültige Zuordnung Bescheid. Familien bekommen ausführliche Informationen über den ausgewählten Jugendlichen und ein Handbuch für Gastfamilien. Außerdem veranstaltet YFU regionale Vorbereitungstreffen speziell für Gastfamilien.

7. Ankunft: Die meisten Jugendlichen reisen im Juli/August nach Deutschland, eine kleine Gruppe „Winterschüler“ kommt im Januar. Austauschschüler mit guten Deutschkenntnissen nehmen an einer Orientierungswoche teil. Schüler, die noch kein Deutsch können, besuchen einen vierwöchigen Orientierungs- und Sprachkurs. Im August bzw. Februar fahren dann alle Jugendlichen in ihre Jahresfamilie.

8. Betreuung: Jede Gastfamilie und ihr Austauschschüler bekommen einen persönlichen Betreuer. Betreuer sind ehrenamtliche YFU-Mitarbeiter, die in der Regel Erfahrung als Gastfamilie haben oder selbst mit YFU im Ausland waren. Der Betreuer kommt bald nach Ankunft des Schülers zu Besuch und steht während des gesamten Jahres mit Rat und Tat zur Seite.

9. Versicherung & Behörden: Alle YFU-Austauschschüler verfügen über eine ausreichende Krankenversicherung. Über die notwendigen Behördengänge erhalten Gastfamilien rechtzeitig alle erforderlichen Bescheinigungen und genaue Informationen von YFU.

10. Seminare & Treffen: Während des Jahres bietet YFU mehrere Seminare und Treffen für Austauschschüler und Gastfamilien an. Dort können sie Rat bei Ehemaligen einholen sowie eigene Erfahrungen und Tipps austauschen.

11. Abreise: Nach einem intensiven gemeinsamen Jahr fällt das Abschiednehmen oft schwer und nicht selten fließen Tränen. Austauschschüler aus europäischen Ländern fahren zum Young Europeans‘ Seminar (YES) und kehren von dort aus in ihre Heimatländer zurück; alle anderen fliegen direkt nach Hause.

12. Kontakt halten: Das Austauschjahr geht zu Ende, aber die Freundschaft bleibt häufig noch viele Jahre bestehen. Oft kommen Austauschschüler wieder zu Besuch nach Deutschland – und für die meisten Gastfamilien ist schnell klar, wo sie ihren nächsten Urlaub verbringen möchten.

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„Iiro brachte eine umwerfende Fröhlichkeit in unsere Familie und so freuen wir uns jedes Mal, wenn er wieder strahlend vor der Türe steht.“

Ruth Diemer-Schäfer
Gastmutter